706m-Sonde
 
   
   
   
   
   
 
 
   
   
   
   

Tiefste dokumentierte PE-Erdwärmesonde

am 06. & 07.11.2007 wurde in Oftringen in der Schweiz, beauftragt durch das NOK, die mit 706m derzeit
tiefste dokumentierte 40mm-2-Kreis PE-Erdwärmesonde der Welt erfolgreich eingebaut.

Es handelt sich dabei um eine GESER-S.I.C.U.R.-Sonde, welche speziell für diesen Einsatz von unserem
Kooperations-Partner egeplast hergestellt wurde. Der Sondenfuss wurde bei uns im Werk angebracht.
Anschließend wurde die Sonde per Tieflader ausgeliefert.

Die folgenden Bilder zeigen die Montage des GESER-Erdsondenfußes und die
anschließende Druck- und Dichtigkeitsprüfung.

Hier erfolgt die Anlieferung und die Befüllung der Sonde mit Wasser, zum anschließenden Einbau.

Anschließend erfolgte das Einfädeln der Sonde im Bohrloch;

einige Zeit später das Ablassen der Sonde im Bohrloch mittels Gestänge.

Überraschend hoch ist das Temperaturniveau des Gesteins, das man in rund 700 Meter Tiefe angetroffen hat. Rechnerisch wäre ein Durchschnitt von etwa 35 Grad auf diesem Niveau zu erwarten – tatsächlich sind es 50 Grad. Dank des deutlich höheren Temperaturniveaus liefert die Wärmesonde eine Leistung von rund 50 Kilowatt statt der ursprünglich berechneten 40 Kilowatt. Die Energie würde reichen, 10 Einfamilienhäuser zu heizen.

In den nächsten zwei bis drei Jahren sind vorerst Messreihen geplant, um das Langzeitverhalten des Systems und die Wärmeleitfähigkeit der angebohrten Gesteinsschichten zu testen. Die NOK erhofft sich von der Oftringer Tiefenbohrung wichtige Erkenntnisse über das geothermische Nutzungspotenzial in der Zukunft. Dank der höheren Temperaturen muss das Wasser im Erdsondenkreislauf nicht mehr mit Frostschutz versetzt werden. Dies verbessert die Strömungseigenschaften und eliminiert die potenzielle Verschmutzungsgefahr bei Leckagen.